Glauben ist Liebe... zu Gott und den Menschen

Wir glauben...

Der Christ ist deshalb nicht einfach nur ein Mensch guten Willens, der sich einem bestimmten Satz von Glaubenssätzen verschreibt, der eine definitive dogmatische Vorstellung vom Universum und vom Menschen und vom Sinn es menschlichen Lebens hat. Er ist nicht einfach jemand, der einem Moralkodex der Brüderlichkeit und der Wohltätigkeit folgt, welcher eine starke Betonung auf bestimmte Belohnungen und Bestrafungen für das Individium legt.
Was dem Christen zugrunde liegt, ist nicht einfach eine Anzahl von Glaubenssätzen von Gott, von dem man glaubt, er wohne fern von uns im Himmel, während der Mensch sich auf der Erde abmüht und versucht, den fernen Gott durch tugendhafte Taten zu beschwichtigen.
Ganz im Gegenteil, die Christen versäumen es nur allzu oft zu erkennen, dass der unendliche Gott in ihnen selbst wohnt, so dass Er in ihnen ist und sie in Ihm sind. Sie sind sich dessen nicht bewusst, dass die grenzenlose Quelle des Seins mitten in der Welt und in den Menschen gegenwärtig ist.
Wahre christliche Weisheit ist deshalb auf die Erfahrung des göttlichen Lichts gerichtet, das in der Welt präsent ist, des Lichts, in dem alle Dinge sind und das der Welt dennoch nicht bekannt ist, weil kein Verstand seine Unendlichkeit sehen und begreifen kann.

Thomas Merton


Thomas Merton, Trappist, "Sich für die Welt entscheiden"  (Arbor Verlag, 2009)

 
 

Zeugnis geben...

Was ist überzeugender als eine Geschichte die das Leben schrieb. Glauben ist die faszinierende Erfahrung mit dem Transzendenten, dem oberflächlich Denkenden unverständlich und dennoch erfahrbar mit all unserer Vernunft.

"Wenn du mich kennen willst, frag nicht, wo ich lebe; oder was ich gern esse; oder wie ich mein Haar kämme; sondern frag mich, wofür ich lebe, genau im einzelnen, und frag mich, was nach meiner Meinung mich davon abhält, völlig die Sache zu leben, für die ich leben will." (Thomas Merton, Trappist)

BerühmteZeugen des Glaubens

Katholisch im Alltag leben
 
Mutter Teresa
 
Benedikt XVI.
 
Johannes Paul II.
 
Thomas Merton

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